Während ich diesen Podcast aufnehme, wird in Ungarn das größte Kernkraftwerk des Landes abgeschaltet. Die Donau hat nicht genug Wasser, um die nötige Kühlung liefern zu können. In unserer Gegend, in der Nähe von Kelheim, ist sie so warm, dass die Blaualgen badenden Hunden das Leben kosten können. Die Waldbrände in Spanien, Frankreich und anderswo geben - für kurze Zeit - die „Aufreger der Woche“ in den Nachrichten, mit schrecklichen Bildern, unter anderem von Wildtieren, die in panischer Flucht vor dem Feuer davonrennen.
Manche Lokalmedien versuchen krampfhaft, die gemeine Hitze noch als „Urlaubswetter“ schön zu reden, viele Hausbesitzer denken zum ersten Mal ernsthaft über eine Klimaanlage nach
In dieser Ausgabe beziehe ich mich auf drei maßgebliche, aktuelle Risiko-Studien, die wie Puzzleteile ein erschreckend klares Gesamtbild ergeben:
Der „Global Risks Report 2026“ des Weltwirtschaftsforums (WEF) liefert die globale Makroperspektive.
Die Allianz Trade Studie „Too hot to grow“ rechnet diese globalen Warnungen in konkrete, heutige Produktivitätsverluste um. Den ultimativen Weckruf liefert schließlich ein
Sicherheitsbericht der britischen Regierung, der schonungslos aufzeigt, wie der Kollaps überhitzter Ökosysteme direkt in den Zusammenbruch unserer nationalen und globalen Sicherheit mündet.
Quellen und weiterführende Links:
Weltwirtschaftsforum (WEF): Global Risks Report 2026. Der Bericht analysiert die langfristige Dominanz von Umweltrisiken und die Gefahr der „geökonomischen Konfrontation“.
https://www.weforum.org/publications/global-risks-report-2026/Allianz Trade: Too hot to grow - The economic costs of extreme heat (Mai 2026). Die Studie berechnet die volkswirtschaftlichen Produktivitätsverluste durch Extremhitze in Europa.
http://www.allianz-trade.com/economic-researchUK Government / Cabinet Office: National security assessment - global biodiversity loss, ecosystem collapse and national security. Die Sicherheitsstudie der britischen Regierung untersucht die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch den globalen Biodiversitätsverlust. (Als PDF verfügbar)
Dr. Mark Benecke: Time is up: Zwischenstand Juli 2026 🔬. Der auf YouTube veröffentlichte Lagebericht zu den aktuellen Entwicklungen von Klimakrise, Artensterben und den Warnungen der britischen Regierung.
GWS, IÖW, Prognos (im Auftrag von BMWK und BMUV): Kosten durch Klimawandelfolgen in Deutschland. Die Studie analysiert die bisherigen Schäden des Klimawandels und prognostiziert kumulierte Kosten von bis zu 900 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050.
https://www.2030agenda.de/de/article/studie-analysiert-die-schaeden-des-klimawandels-bis-2050-drohen-deutschland-bis-zu-900Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV): Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel 2024 (DAS 2024). Der Bericht der Bundesregierung zur gemeinschaftlichen Klimavorsorge und zum Schutz der Bevölkerung vor Wetterextremen.
www.bundesumweltministerium.de/publikationenRobert Koch-Institut (RKI): Journal of Health Monitoring | S4/2023 | Scoping Review zu Klimawandel und psychischer Gesundheit in Deutschland. Die Auswertung untersucht die direkten und indirekten psychischen Folgen des Klimawandels, etwa ein signifikant höheres Aggressions- und Suizidrisiko durch anhaltende Hitze.
www.rki.de/jhealthmonitAgora Agrar: Klimawirksamkeit der Ernährung in Deutschland. Aufgegriffen vom Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V., untermauert diese Studie, dass eine pflanzenbetonte Ernährung und das gesamte Ernährungssystem der wichtigste Hebel im Klimaschutz sind.
https://www.tierrechte.de/2026/03/18/neue-klima-studie-ernaehrungssystem-als-wichtigster-hebel-bundesumweltminister-schneider-muss-jetzt-handeln/Weltklimarat (IPCC): Informationen zum 7. Sachstandsbericht (AR7). Die laufenden Arbeiten der Arbeitsgruppe II fokussieren sich auf die direkten Klimaauswirkungen (Impacts), Anpassungswege (Adaptation) und Vulnerabilitäten.
https://www.ipcc.ch/2026/05/18/pr-wgii-ar7-lamii-nassau/











