Peter Fuermetz‘ Klima-Kolumne
Klimakolumne
#40 Klimaklagen 2026 - wenn Gerichte die Politik überholen
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#40 Klimaklagen 2026 - wenn Gerichte die Politik überholen

Der Kampf gegen die Klimakrise findet immer öfter vor Gericht statt

„Auch wenn man in dieser Gesellschaft klein ist, gibt es etwas, das man tun kann.“

Mit diesen Worten beginnt eine der eindrücklichsten Episoden des Podcasts Outrage + Optimism. Sie stammen von Trixy Elle, einer Fischerin und Mutter von den Philippinen. Sie hat den verheerenden Supertaifun Odette überlebt. Heute ist sie eine von über 100 Klägerinnen und Klägern, die gegen den Energiegiganten Shell vor Gericht ziehen. Nicht, weil sie sich der naiven Illusion hingibt, einen milliardenschweren Weltkonzern im Alleingang in die Knie zu zwingen. Sondern weil es ihr ums Prinzip geht: Sie will die Verantwortung sichtbar machen. Sie will, dass die Verursacher nicht länger im Schatten ihrer Bilanzen verschwinden.

Der Gerichtssaal ist nicht mehr nur ein Nebenschauplatz – er ist zu einer wichtigen Frontlinie im Kampf um den Erhalt unserer Lebensgrundlagen geworden.

Seit 2015 haben 215 Verfahren gegen Regierungen die höchsten nationalen Gerichte (die sogenannten Apex Courts) erreicht. Und die Erfolgsquote? Weit mehr als die Hälfte dieser höchstrichterlichen Entscheidungen fiel zugunsten des Klimaschutzes aus. Das zeigt: Das Recht ist kein zahnloser Tiger mehr.

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