Diese Podcast-Episode gibt es auch als geschriebenen Text.
Das Thema Klima ist in den letzten Monaten völlig zu Unrecht in den Hintergrund gerutscht. Während wir uns mit den zweifellos drängenden Sorgen des Alltags beschäftigen, findet im Windschatten dieser Ablenkung ein massiver globaler Backlash statt. Es ist kein Zufall, dass der Widerstand gegen den Klimaschutz oft Hand in Hand mit einem allgemeinen gesellschaftlichen Rechtsruck geht. Überall auf der Welt – von Washington bis in unsere europäischen Parlamente – versuchen Kräfte, die wissenschaftliche Realität zu delegitimieren, um den Status quo der fossilen Ära mit aller Gewalt zu zementieren.
Wissen ist in dieser Situation ein hilfreiches Schutzschild und absolut notwendig, um nicht auf die „Architekten des Zweifels“ hereinzufallen. Aber Wissen allein reicht nicht mehr aus; es kann uns sogar lähmen, wenn es nur konsumiert wird. Die wahre Medizin gegen die grassierende Klimaangst ist das Handeln. Nur durch aktives Tun gewinnen wir das Gefühl der Selbstwirksamkeit zurück. Wenn wir anfangen, die Hebel in unserem eigenen Umfeld umzulegen, verwandelt sich die Ohnmacht in konstruktive Energie. Es geht darum, nicht nur die Fakten zu kennen, sondern selbst zum Fakten-Schaffer zu werden – durch Engagement in Energiegenossenschaften, politische Teilhabe oder die konsequente Neuausrichtung unseres Lebensstils.












